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Amnesty international lanciert die Kampagne "Unsere Gesundheit – ihre Rechte"

Der SBK-Zentralvorstand hat beschlossen, den offenen Brief von Amnesty mitzuunterzeichnen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des SBK und auf der Kampagnenwebseite.

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SGK-N bringt Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative wieder auf den Weg und stärkt die Pflege in der Qualitätskommission

Die Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats hat heute die Differenzen zum Ständerat beim indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative beraten. Sie will die Verschlechterungen, die der Ständerat am 10. Juni dieses Jahres beschlossen hat, nicht akzeptieren. Vielmehr hält die SGK-N an der Variante fest, die der Nationalrat im Dezember 2019 verabschiedet hat. Die Kantone sollen verpflichtet werden, Beiträge an die Ausbildung von Pflegefachpersonen zu leisten. Der Ständerat hatte hier eine unverbindliche «Kann»-Formulierung gewählt. 

 

Eine Absage erteilt die SGK-N auch der der Hürde, die der Ständerat im Zusammenhang mit dem eigenverantwortlichen Bereich in den Gegenvorschlag eingebaut hat: Sie will das Recht der Pflegefachpersonen bestimmte Pflegeleistungen direkt mit den Kassen abzurechnen, nicht an eine Vereinbarung mit den Krankenkassen knüpfen. Zudem stimmte sie dem ständerätlichen Vorschlag zu, dass diese Leistungen in Spitexorganisationen oder Pflegeheimen von den Pflegefachpersonen auch an andere Pflegende delegiert werden können. Des Weiteren empfiehlt die SGK-N dem Bundesrat, dass die Pflege Einsitz in der Eidgenössischen Qualitätskommission nimmt. 

«Die nationalrätliche Gesundheitskommission nimmt den Pflegepersonalmangel offensichtlich ernst und will rasch die gesetzlichen Grundlagen schaffen, um dagegen anzugehen», zeigt sich Yvonne Ribi, die Geschäftsführerin des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachpersonen SBK, erfreut. «Die heutigen Beschlüsse zeigen, dass die SGK-N die zentrale Rolle der Pflege für die Gesundheitsversorgung anerkennt und sich bewusst ist, dass die anstehenden Herausforderungen nur mit einer starken Pflege gemeistert werden können. Bedauerlich ist jedoch, dass im indirekten Gegenvorschlag weiterhin keine Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer bedarfsgerechten Personalausstattung integriert sind.» 

Das Geschäft wird gemäss Sessionsprogramm am 15. September im Nationalrat beraten. 

 

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Abschlüsse Pflege - Der Rahmenlehrplan der Pflege HF ist sistiert und muss nun auf das Ergebnis dieses Projektes warten.

Der Rahmenlehrplan der Pflege HF ist sistiert und muss nun auf das Ergebnis dieses Projektes warten. Was dies für die Zukunft der Pflegeberufe bedeutet ist unklar. Es gibt von schiedenen Seiten Befürchtungen dass die Pflege HF in Gefahr ist. Ebenso ist unklar wie sich die FaGe, Pflege HF und Pflege FH positionieren werden. Verfolgen wir gespannt und mit Engagement wie sich der Pflegeberuf weiterentwickelt. 

 

 

Mit dem Projekt "Abschlüsse in Pflege" entwickelt OdASanté ein Instrument beziehungsweise eine Methode, welche eine vergleichbare Darstellung der heutigen und zukünftigen Kompetenzen der verschiedenen Pflegeausbildungen unabhängig von der Struktur der Bildungserlasse erlaubt.

 

Ausgangslage

Im Rahmen der Überführung der Pflegeberufe in die Bildungssystematik des Bundes im Jahr 2004 wurden fortlaufend und parallel neue Bildungserlasse und Lehrgänge für Pflegeberufe auf der Sekundarstufe Il, der Tertiärstufe der Berufsbildung sowie innerhalb der Hochschulbildung entwickelt und überarbeitet. Sowohl in der beruflichen Grundbildung als auch in der höheren Berufsbildung erarbeitete OdASanté gemeinsam mit den Betrieben im Gesundheitsbereich, den kantonalen Organisationen der Arbeitswelt, den Gesundheitsdirektionen, den Branchen- und Fachverbänden und mit dem Bund in gestaffelt die folgenden Bildungserlasse: diplomierte/r Pflegefachfrau/Pflegefachmann HF, Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ sowie Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales EBA. Anschliessend wurden diese in der Praxis eingeführt. Auf der Ebene der weiterführenden Abschlüsse entstanden ein Nachdiplomstudiengang HF in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege und diverse eidgenössische Prüfungen. Im gleichen Zeitraum bauten die Fachhochschulen und Hochschulen die Bachelor- und Masterstudiengänge Pflege auf und entwickelten diverse CAS, DAS und MAS.

 

Diese Entwicklungen brachten eine Vielfalt von Abschlüssen im Berufsfeld Pflege mit sich. Im dynamischen Berufsalltag interagieren die verschiedenen Fachpersonen aber in einem dichten Netz von Schnittstellen. In diesem Geflecht muss die Berufsentwicklung nicht nur die einzelnen Bildungserlasse aktuell halten und weiterentwickeln, sondern mit Blick auf die Arbeitsteilung in den intra- und interprofessionellen Teams abgestimmt werden. Dies erfordert ein Instrumentarium und ein koordiniertes Vorgehen, damit sowohl die einzelnen Pflegeabschlüsse als auch ihr Zusammenspiel prospektiv auf neue und veränderte Anforderungen im Arbeitsmarkt abgestimmt werden können.

 

Projektetappen

Vorerst werden Arbeitshypothesen im Blick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen erstellt. Als Momentaufnahme dienen sie als inhaltliche Grundlage für das Projekt. In einem nächsten Schritt soll ein Instrument für die Erfassung der Kompetenzen entwickelt werden. Um das gesamte Berufsfeld in den Blick nehmen zu können, ist es notwendig, eine Struktur zu definieren, die nicht an die – sehr unterschiedlich ausgestalteten – Bildungserlasse gebunden ist.

 

Umsetzung der Erkenntnisse

Die aus dem Projekt resultierenden Erkenntnisse werden im Blick auf die Weiterentwicklung der jeweiligen Bildungserlasse von den bestehenden Kommissionen (Schweizerische Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität SKBQ für Abschlüsse auf der Sekundarstufe II, Entwicklungskommissionen für Bildungsgänge der höheren Fachschulen sowie Qualitätssicherungskommissionen und Prüfungskommissionen für Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen auf der Tertiärstufe B) bzw. den Fachhochschulen verarbeitet. Im Fall von Empfehlungen für neue Abschlüsse folgt der Vorstand OdASanté dem Prozess "Entwicklung neuer Abschluss".

 

Projektorganisation (zusammengefasst)

  • Die Gesamtverantwortung für das Projekt und die strategische Projektsteuerung obliegen dem Vorstand von OdASanté.
  • Die operative Projektsteuerung wird der internen Projektleitung übertragen.
  • Die Plattform "Abschlüsse Pflege" wurde als Begleitgruppe zum Projekt einberufen > Mitgliederliste Plattform.

Bisherige Meilensteine

Folgende Meilensteine wurden bislang erreicht:

 

  • Regelung der Finanzierung: der Bund unterstützt das Projekt im Rahmen der Projektförderung durch das SBFI.
  • Erstellung des Projektbeschriebs, welcher den verbindlichen Rahmen für alle Projektorgane bildet.
  • Evaluation der Offerten potenzieller externer Mandatnehmer sowie Vergabe des Mandats an das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB.
  • Wahl der Mitglieder der Projektleitung und des Projektteams: Projektleitung: Petra Wittwer-Bernhard (OdASanté), Projektteam: Elmar Anhalt (Universität Bern) und Christa Furrer-Treyer (HEVS).
  • Kick-off-Sitzung mit dem Projektteam unter Anwesenheit des Mandatnehmers.

Was als nächstes kommt

Im August 2020 startet das EHB mit dem Teilprojekt 1, das zum Ziel hat, Hypothesen zu pflegerelevanten Trends und Instrumente für eine berufsübergreifende Analyse im Feld der Pflegeberufe zu erarbeiten. Mittels systematischer Recherchen in der wissenschaftlichen Fachliteratur werden in mehreren Zyklen neue Anforderungen an Pflegeberufe identifiziert und Instrumente zur berufsübergreifenden Beschreibung der benötigten Kompetenzen erarbeitet. Die Recherchen werden in Kooperation mit dem Institut für Pflegewissenschaft Basel durchgeführt. Die Ergebnisse werden anschliessend in zwei Runden mit Expertenbefragungen und Fokusgruppen aller Pflegestufen und Sprachregionen validiert, gewichtet und weiterentwickelt. Damit stehen Instrumente und ein Orientierungsrahmen für die nächsten Projektetappen zur Verfügung, in denen Arbeitshypothesen zu neuen Kompetenzanforderungen in Pflegeberufen auf die verschiedenen Pflegeabschlüsse übertragen und diskutiert werden. Das Vorgehen schafft auch eine gemeinsame Basis für das Verständnis der verschiedenen Ebenen und Dimensionen von Kompetenzbeschreibungen für Pflegeberufe, um die Berufsentwicklung der Pflegeabschlüsse künftig besser koordinieren zu können.

 

Erste Zwischenresultate werden im ersten Quartal 2021 erwartet. Abgeschlossen wird dieses erste Teilprojekt voraussichtlich im Herbst 2021.

 

Das gesamte Projekt wird voraussichtlich bis in den Sommer 2023 dauern.

 

Weitere Informationen zum Projekt

News vom 9. Juli 2020 zum Projektstart

News vom 8. April 2020 zur konstituierenden Sitzung der Plattform

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Die Zeitschrift FOLIO erscheint sechs Mal jährlich. FOLIO bietet interessanten Artikel, die sich thematisch mit der Berufsbildung und Berufsentwicklung auseinandersetzen. Gerade darum ist FOLIO für Berufsschullehrpersonen wertvoll. Für Mitglieder der leve ist FOLIO kostenlos. 

 

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